Die Zahl gefälschter Euro-Banknoten ist 2025 in Deutschland und im Euroraum deutlich gesunken. Für den Einzelhandel bleibt Bargeld dennoch ein zentrales Zahlungsmittel – und die Prävention gegen Falschgeld eine Daueraufgabe.

Die Europäische Zentralbank (EZB) und die Deutsche Bundesbank haben für das Jahr 2025 eine rückläufige Falschgeldmenge gemeldet. Im gesamten Euroraum wurden rund 444.000 gefälschte Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Das entspricht einem Minus von etwa 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit erreicht das Falschgeldaufkommen einen der niedrigsten Werte seit Beginn der Erfassung.

Auch in Deutschland ist die Zahl der entdeckten Falschnoten gesunken. Nach Angaben der Bundesbank wurden knapp 68.000 falsche Euro-Banknoten registriert – ein Rückgang um 6,1 Prozent. Der Gesamtwert der festgestellten Fälschungen belief sich auf rund vier Millionen Euro, elf Prozent weniger als im Vorjahr.

Rechnerisch entfielen damit im Jahr 2025 acht falsche Banknoten auf 10.000 Einwohner.

Bargeld bleibt bedeutend

Ungeachtet des rückläufigen Barzahlungsanteils bleibt Bargeld im Einzelhandel von erheblicher Bedeutung. In Deutschland werden weiterhin knapp die Hälfte der geschätzt 20 Milliarden Zahlungen im Handel bar abgewickelt. Bargeld wird somit auch künftig eine wichtige Rolle im Zahlungsverkehr spielen.

Für Handelsunternehmen bedeutet das: Prävention und Sensibilisierung bleiben zentrale Aufgaben.

Schulung und technische Unterstützung

Viele Handelsunternehmen schulen ihr Kassenpersonal regelmäßig in der Erkennung gefälschter Banknoten. Ergänzend kommen häufig Prüfgeräte zum Einsatz. Nach Einschätzung von Handelsexperten ist es daher äußerst unwahrscheinlich, im Einzelhandel eine gefälschte Banknote als Wechselgeld zu erhalten.

Die aktuellen Zahlen unterstreichen, dass Präventionsmaßnahmen und Aufmerksamkeit im Handel Wirkung zeigen. Gleichzeitig bleibt es angesichts der weiterhin hohen Zahl an Bargeldtransaktionen erforderlich, die Mitarbeitenden kontinuierlich zu sensibilisieren und technische Unterstützung vorzuhalten.

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