Nach dem aktuellen HDE-Konsumbarometer hellt sich die Verbraucherstimmung im Februar erneut auf. Der Index klettert auf den höchsten Stand seit dem Sommer des vergangenen Jahres. Trotz dieser Entwicklung bleibt das Stimmungsniveau insgesamt weiterhin schwach. Entscheidend wird sein, ob sich der Aufwärtstrend in den kommenden Wochen fortsetzt – oder ob gesamtwirtschaftliche und geopolitische Turbulenzen die Verunsicherung wieder verstärken.

Die geplante Konsumaktivität verändert sich gegenüber dem Vormonat nur wenig. Die Kaufzurückhaltung nimmt nicht spürbar ab; die Anschaffungsneigung steigt lediglich minimal und die Sparneigung bleibt nahezu auf dem Niveau des Vormonats. Für den Einzelhandel bedeutet das: Eine schnelle, deutliche Belebung der Nachfrage ist kurzfristig nicht zu erwarten – insbesondere bei größeren Anschaffungen.

Positiv ist: Die Phase eines nachlassenden privaten Konsums scheint überwunden. Es spricht einiges dafür, dass der private Konsum in den kommenden Monaten wieder zunimmt. Für eine merkliche Erholung mit deutlichem Wachstum müssen sich allerdings die konjunkturellen Rahmenbedingungen weiter verbessern. Für Handelsunternehmen bleibt damit Planungssicherheit ein zentraler Faktor, gerade mit Blick auf Kostenentwicklung, Investitionen und Personalplanung.

Hintergrund zum Konsumbarometer

Das HDE-Konsumbarometer erscheint jeweils am ersten Montag eines Monats und basiert auf einer monatlichen Befragung von 1.600 Personen. Erfasst werden unter anderem Anschaffungsneigung, Sparneigung und die Einschätzung der finanziellen Lage. Das Barometer bildet nicht das aktuelle Kaufverhalten ab, sondern dient als Indikator für die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.

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