Die leichte Stimmungsaufhellung vom Jahresbeginn hat sich nicht gehalten – die Verbraucherinnen und Verbraucher blicken im März wieder skeptischer auf Einkommen und Konjunktur. Eine spürbare Erholung des privaten Konsums ist vorerst nicht in Sicht.
Verhaltener Start ins neue Jahr
Die Verbraucherstimmung in Deutschland hat im laufenden Jahr bislang nicht stabil an Fahrt aufgenommen. Nachdem sie sich zu Jahresbeginn noch leicht verbessert hatte, trübt sie sich im März erneut ein. Das zeigt das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland, das monatlich vom Handelsblatt Research Institute (HRI) auf Basis einer Befragung von 1.600 Personen erstellt wird. Anhaltende Unsicherheiten dämpfen den Optimismus der Verbraucherinnen und Verbraucher weiterhin.
Anschaffungs- und Sparneigung kaum verändert
Bei den geplanten Konsum- und Sparaktivitäten zeigt sich im Vergleich zum Vormonat keine deutliche Bewegung. Sowohl die Anschaffungsneigung als auch die Sparneigung gehen geringfügig zurück. Ausschlaggebend dafür sind pessimistischere Einkommenserwartungen: Viele Verbraucherinnen und Verbraucher rechnen offenbar nicht mit spürbaren finanziellen Verbesserungen in den kommenden Monaten – und halten sich deshalb sowohl beim Ausgeben als auch beim Sparen zurück.
Skepsis beim Blick auf den eigenen Geldbeutel
Die Einkommenserwartungen liegen im März auf dem gleichen Niveau wie vor einem Jahr. Auch der konjunkturelle Ausblick trübt sich leicht ein: Zwar fallen die Konjunkturerwartungen der Befragten optimistischer aus als noch zum Jahreswechsel, doch gegenüber dem Vormonat gehen sie ebenfalls zurück. Da der von der Bundesregierung angekündigte wirtschaftliche Aufbruch für die meisten Haushalte noch nicht greifbar ist, bleiben die Unsicherheiten bestehen.
Kein Impuls für Wachstum erwartet
Die erneute Eintrübung zum Frühjahr hin dämpft die Hoffnung auf eine zeitnahe Erholung des privaten Konsums. Neben den ausbleibenden Entlastungen für Verbraucherinnen und Verbraucher belastet auch das durch die US-Zollpolitik volatile Wirtschaftsumfeld die Stimmung. In den kommenden Wochen und Monaten ist daher nicht mit einem nennenswerten Impuls für den privaten Konsum oder das gesamtwirtschaftliche Wachstum zu rechnen.
Zur Methodik
Das Konsumbarometer erscheint jeweils am ersten Montag eines Monats. Es erfasst Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanzielle Lage und weitere konsumrelevante Faktoren – und bildet damit nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung für die kommenden drei Monate.
Weitere Informationen: einzelhandel.de/konsumbarometer

