Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko sorgt im Einzelhandel für verhaltene Umsatzerwartungen. Positive Effekte zeichnen sich vor allem im Sport- und Lebensmittelhandel ab.

Mit dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft am 11. Juni 2026 blickt der deutsche Einzelhandel auf ein Großereignis, das zwar Kaufimpulse auslösen kann – deren Ausmaß aber begrenzt bleibt. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter rund 400 Handelsunternehmen: Die Mehrheit der Befragten rechnet allenfalls mit kleineren positiven Umsatzeffekten. Da das Turnier nicht in Deutschland stattfindet, entfallen die stärkeren Konsumimpulse, die ein Heimturnier typischerweise erzeugen würde.

Sport- und Lebensmittelhandel mit den größten Erwartungen
Rund ein Viertel der befragten Unternehmen hat Aktionswaren oder Produkte mit WM-Bezug ins Sortiment aufgenommen. Besonders aktiv sind dabei der Lebensmitteleinzelhandel, der Bekleidungs- und Schuhhandel, der Sportfachhandel, Baumärkte, der Elektronikeinzelhandel sowie der Spielwarenhandel. Einen spürbaren Umsatzanstieg in den jeweiligen Sortimenten erwarten vor allem der Sport- und der Lebensmittelhandel. Für die übrigen Branchen bleiben die Effekte überschaubar.
 
Je länger die deutsche Nationalmannschaft im Turnier verbleibt, desto positiver dürfte sich das auf die Kauflaune auswirken. Gerade angesichts des aktuellen geopolitischen Umfelds können solche Ereignisse als stimmungsaufhellende Impulse wirken – auch wenn sie den strukturellen Herausforderungen im Einzelhandel nicht grundlegend entgegenwirken.
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