Die Pläne zur Abschaffung der Minijobs stoßen auf breiten Widerstand aus der Wirtschaft – nun signalisiert auch CSU-Chef Markus Söder klare Unterstützung für den Erhalt des Beschäftigungsmodells. 

Mehrere Wirtschaftsverbände haben sich gemeinsam in einem Brandbrief an die Bundesregierung gewandt und vor den Folgen einer möglichen Abschaffung der Minijobs gewarnt. Initiiert wurde das Schreiben vom Handelsverband Deutschland (HDE), der die Minijob-Regelung als betrieblich unverzichtbar bewertet – insbesondere für den Einzelhandel.

Hintergrund ist ein Vorschlag einer Regierungskommission zur Rentenreform der schwarz-roten Koalition: Demnach sollen Minijobs – derzeit bis zu einem Verdienst von 603 Euro im Monat möglich – künftig in die Rentenversicherung einbezogen werden. Ihr steuer- und sozialversicherungsrechtlicher Sonderstatus würde damit entfallen. Ausnahmen wären lediglich für Schülerinnen und Schüler vorgesehen.
 

Bedeutung für den Einzelhandel

Für viele Branchen, allen voran den Einzelhandel, hätte eine solche Reform weitreichende Konsequenzen. Minijobs ermöglichen es Unternehmen, Stoß- und Randzeiten flexibel abzudecken und damit die Versorgung der Verbraucherinnen und Verbraucher sicherzustellen. Darüber hinaus sind sie aufgrund ihres günstigen Brutto-Netto-Verhältnisses bei Beschäftigten weit verbreitet und akzeptiert.
 

Unterstützung erhalten die Verbände nun aus der Politik: CSU-Parteichef Markus Söder hatte die Abschaffungspläne bereits frühzeitig kritisiert und bekräftigte zuletzt öffentlich, dass Minijobs einschließlich ihres sozialversicherungsrechtlichen Sonderstatus erhalten bleiben sollen. Der Handelsverband Deutschland begrüßt diese Positionierung und fordert, dass auf das politische Bekenntnis nun konkrete Schritte folgen – damit Unternehmen rasch Planungssicherheit erhalten.

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