Der Valentinstag ist für viele Kundinnen und Kunden weiterhin ein Anlass für kleine Aufmerksamkeiten. Nach aktuellen Erwartungen werden rund um den 14. Februar 2026 zusätzliche, anlassbezogene Umsätze von etwa 1,18 Milliarden Euro im Einzelhandel erzielt.
Die Rahmenbedingungen für Konsum und Handel bleiben auch 2026 schwierig. Das geht aus einer aktuellen Umfrage unter knapp 600 Handelsunternehmen hervor. 49 Prozent der Befragten rechnen im laufenden Jahr mit niedrigeren Umsätzen als 2025. 29 Prozent erwarten ein Stagnieren, nur 23 Prozent gehen von Umsatzsteigerungen aus. Die bundesweite Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) zeigt: Kostendruck, Energiepreise und Bürokratie bremsen – der Handel fordert spürbare Entlastungen und Planungssicherheit.
Nach dem aktuellen HDE-Konsumbarometer hellt sich die Verbraucherstimmung im Februar erneut auf. Der Index klettert auf den höchsten Stand seit dem Sommer des vergangenen Jahres. Trotz dieser Entwicklung bleibt das Stimmungsniveau insgesamt weiterhin schwach. Entscheidend wird sein, ob sich der Aufwärtstrend in den kommenden Wochen fortsetzt – oder ob gesamtwirtschaftliche und geopolitische Turbulenzen die Verunsicherung wieder verstärken.
Nach der ersten Lesung im Deutschen Bundestag zur Änderung des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG) am 16. Januar 2026 halten 17 führende Wirtschaftsverbände – darunter der Handelsverband Deutschland – den vorliegenden Gesetzentwurf für nicht ausreichend. Die geplanten Anpassungen beschränkten sich im Kern auf die Streichung der Berichtspflicht und eine Reduzierung von Sanktionen. Die umfassenden Sorgfaltspflichten entlang globaler Lieferketten sowie die detaillierten Dokumentationsanforderungen blieben jedoch bestehen – echte Entlastungen seien daher nicht zu erwarten.
Der Handelsverband Deutschland (HDE) bewertet den Vorschlag der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsunion (MIT), den Rechtsanspruch auf Teilzeit einzuschränken, als Anlass für eine grundsätzliche Debatte über ein zukunftsfähiges Arbeitsrecht. Gleichzeitig betont der Verband, dass Teilzeitvereinbarungen weiterhin einvernehmlich möglich bleiben sollten.
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