Die Europäische Zentralbank EZB  hat am 14. Juli 2021 beschlossen, die Untersuchungsphase eines Projekts zum digitalen Euro einzuläuten.

Nachdem bereits am 2. Oktober 2020 ein Bericht veröffentlicht wurde, in dem Gründe zur Einführung eines digitalen Euros behandelt sowie Auswirkungen, rechtliche Fragestellungen und mögliche Ausgestaltungsformen aufgezeigt wurden, erfolgte im Anschluss eine Befragung der Akteure sowie eine Erprobungsphase.

Nun hat sich die EZB entschlossen, einen „Startschuss für das Projekt zum digitalen Euro zu geben“, so EZB-Präsidentin Christine Lagarde. Gegenstand der jetzt anstehenden zweijährigen Untersuchungsphase werden wichtige Aspekte im Hinblick auf die Gestaltung und Verteilung sein. Ein digitaler Euro muss nach EZB-Ansicht in der Lage sein, den Bedürfnissen der Menschen in Europa gerecht zu werden. Zugleich soll er dazu beitragen, rechtswidrige Aktivitäten zu verhindern und etwaige unerwünschte Auswirkungen auf die Finanzstabilität und die Geldpolitik zu vermeiden.

Die EZB legt Wert darauf, dass ein digitaler Euro nur als Ergänzung zu Bargeld eingeführt werde, nicht jedoch als Ersatz. Das Projekt bedeute aber noch in keiner Weise eine Festlegung, ob überhaupt ein digitaler Euro eingeführt wird.

Eine Übersichtsseite der EZB zum Digitalen Euro findet sich unter https://www.ecb.europa.eu/paym/digital_euro/html/index.de.html

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Europa