Am 3. Juni 2021 hat die Europäische Kommission eine Verordnung für eine „vertrauenswürdige und sichere digitale Identität“ vorgeschlagen. Diese soll Unternehmen und Bürgern die Möglichkeit geben, europaweit unkompliziert mittels einer anerkannten digitalen Identifizierung Online-Dienste zu nutzen. Sehr große Online-Plattformen sollen verpflichtet werden, die Verwendung von EUid-Brieftaschen auf Verlangen des Nutzenden zu akzeptieren.

Vorgesehen ist in dem Vorschlag der Kommission, dass die Mitgliedstaaten durch öffentliche Behörden oder private Einrichtungen den Unternehmen und Bürgern digitale Brieftaschen zur Verfügung stellen, in denen Nachweise persönlicher Attribute, wie Bescheinigungen, Zeugnisse und Bankkonten verknüpft werden können. Im Unterschied zur eIDAS-Verordnung in der aktuell geltenden Form soll damit ein interoperables Identifikationsmittel geschaffen werden, das die elektronische Identifizierung und Authentifizierung europaweit einheitlich ermöglicht.

Für Unternehmen ergeben sich dadurch einerseits neue Möglichkeiten für Geschäftsprozesse, wie die EUid selbst, zu nutzen und sich anerkannt digital auszuweisen oder für ihr Geschäft notwendige Nachweise digital einzuholen. Andererseits soll es für bestimmte Unternehmen auch Pflicht werden, den Nachweis zu akzeptieren. An den technischen Aspekten der EUid will die Kommission parallel zum nun gestarteten Gesetzgebungsverfahren mit den Mitgliedstaaten und dem Privatsektor arbeiten.

Weitere Informationen finden Sie hier:  https://ec.europa.eu/germany/news/20210603-digitale-identitaet_de

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Europa