Eine am 6. Mai 2019 veröffentlichte neue Studie des Europäischen Parlaments bewertet die Kosten von „Nicht-Europa“ und fordert den Abbau von Hindernissen für den EU-Binnenmarkt.

Nach der neuesten Analyse könnten potenzielle Gewinne für die europäische Wirtschaft (EU-28) in Höhe von über 2.200 Milliarden Euro erzielt werden, wenn die vom Parlament befürworteten Initiativen in einer Reihe von Bereichen von den EU-Institutionen angenommen würden. Diese „Zwei-Billionen-Euro-Dividende“ entspräche einem Anstieg um rund 14 Prozent des gesamten BIP der EU.

Die Bereiche mit dem größten Potenzial sind: Klassischer Binnenmarkt (713 Milliarden Euro); digitale Wirtschaft (178 Milliarden Euro); Wirtschafts- und Währungsunion (322 Milliarden Euro); Umwelt, Energie und Forschung (502 Milliarden Euro).

Die WKÖ setzt sich für einen raschen Abbau noch bestehender Hürden im Binnenmarkt ein. Um gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle europäische Unternehmen sicherzustellen, sollte der Fokus verstärkt auf die einheitliche Anwendung, Umsetzung und Durchsetzung bestehender Rechtsvorschriften gelegt werden. Der vollständigen Umsetzung bestehender Grundfreiheiten im Binnenmarkt sollte dabei der Vorzug gegenüber dem Erlass immer neuer Rechtsakte gegeben werden.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Europa