Mit Blick auf die heutige Abstimmung zur Regulierung von Einwegplastik im EU-Parlament fordert der Handel ein stimmiges europäisches Gesamtkonzept für ein besseres Recycling.

„Die heute zur Abstimmung stehende Richtlinie ist lediglich eine Auflistung von Einzelmaßnahmen – es fehlt ein schlüssiges Gesamtkonzept für hochwertiges Recycling“, so der HDE-Geschäftsführer für Nachhaltigkeit, Kai Falk. Mit den neuen Regelungen zur Verminderung von Einwegplastikabfall verheddere sich die EU in nicht zu Ende gedachten Einzelmaßnahmen. Die Sauberkeit der Weltmeere werde nicht durch das Verbot von einigen Plastikprodukten in der EU erreicht. Vielmehr seien hochwertige Recyclingprozesse, die EU-weit und darüber hinaus aufgebaut und weiterentwickelt werden müssen, der Hebel für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.

Mit Blick auf den Amtsantritt der neuen EU-Kommission nach den Europawahlen am 26. Mai 2019 macht der Handel deutlich, dass eine generelle Verurteilung von Kunststoffen nicht zielführend ist. Es gehe vor allem darum, Problembewusstsein in der Gesellschaft zu schaffen. „Ein Erfolgsmodell in diesem Bereich ist beispielsweise die freiwillige Vereinbarung zwischen HDE und Bundesumweltministerium zur Reduzierung der Zahl an Plastiktüten“, so Falk. In Deutschland stellt das Anfang 2019 in Kraft getretene Verpackungsgesetz wichtige Weichen zur Reduzierung von Einwegplastik und für mehr Recycling. Und schon heute ist der Handel bei der Reduzierung von Plastik sehr aktiv. Einige Handelsunternehmen haben bereits freiwillig bestimmte Einwegplastikprodukte aus ihren Sortimenten genommen.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen