Im Rahmen des Branchendialoges Einzelhandel im Land Bremen traf sich am 03.09.2018 unser Verband, der auch den Handelsverband Niedersachsen-Bremen vertreten hatte, mit dem Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen und der Gewerkschaft ver.di, vertreten durch den Landesbezirk Niedersachsen-Bremen sowie den Bezirk Bremen-Nordniedersachsen.

Der Schwerpunkt dieses seit Anfang 2017 inzwischen vierten Gesprächs lag auf den Themen Qualifizierung, Fachkräftesicherung und Digitalisierung. Zentrales Thema waren die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Beschäftigungssituation im Einzelhandel. Dabei ging es neben möglichen Arbeitsmarkteffekten und künftigen Qualifikationsanforderungen auch um den neuen Ausbildungsberuf „Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce“, in dem seit dem 01.08.2018 ausgebildet werden kann.

Jan König, Hauptgeschäftsführer des Handelsverband Nordwest e.V.: „Die Digitalisierung hat nicht zu einem Abbau von Arbeitsplätzen in unserer Branche geführt – im Gegenteil. Denn sie bietet dem Handel neben Veränderungen und Herausforderungen auch zahlreiche neue Chancen und Perspektiven. Hierauf hat sich auch der stationäre Handel inzwischen eingestellt. Mit dem Kaufmann für E-Commerce gibt es nun auch den entsprechenden Ausbildungsberuf. Unverzichtbar bleiben aber auch in Zukunft die Einzelhandelskaufleute, Verkäuferinnen und Verkäufer, die dem Handel jeden Tag ein Gesicht geben.“

Senator Martin Günthner: „Gute Arbeits- und Ausbildungsbedingungen sind eine wesentliche Grundvoraussetzung, um Fachkräfte zu gewinnen und halten. Im Zuge der Digitalisierung gilt es darüber hinaus, die Fortentwicklung der Ausbildungsberufe sowie Qualifizierungs- bzw. Weiterbildungsbedarfe im Blick zu behalten. Der Branchendialog bietet wesentlichen Akteuren der Branche einen Rahmen, um sich über die Entwicklung des Einzelhandels im Land Bremen auszutauschen und zu ver-ständigen.“

ver.di betonte, dass insbesondere vor dem Hintergrund des tief greifenden Wandels im Einzelhandel die Interessen der Arbeitnehmer/innen nicht auf der Strecke bleiben dürfen. Digitalisierung, aber auch Ansiedlungsprozesse in den Zentren und Quartieren des Landes Bremen müssen arbeitnehmerseitig mitgestaltet werden. Der Branchendialog ist ein Instrument dazu. Aus Sicht der Gewerkschaft notwendige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen können dadurch erreicht werden und vermehrt Nachwuchskräfte für den Einzelhandel gewonnen werden.

Die Dialogpartner sind sich einig, die Gespräche fortzusetzen und den Dialog zu verstetigen. Gemeinsames Ziel des Senators und der Sozialpartner ist es, sich regelmäßig über die Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen in der Branche auszutauschen und sich gemeinsam für eine positive Fortentwicklung des bremischen Einzelhandels einzusetzen.

Kontakt:

Jan König, Hauptgeschäftsführer
Telefon: 0441 970 910
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