In seiner Rede zur Lage der Europäischen Union hat Kommissionspräsident Juncker aus Sicht des Handelsverbands Deutschland (HDE) heute die richtigen Akzente gesetzt.

„Eine zukunftsorientierte Handelspolitik, die faire und offene Handelsbeziehungen zwischen der EU und den anderen Weltregionen gestaltet, liegt auch im zentralen Interesse des Einzelhandels“, sagt HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Eine global wettbewerbsfähige EU braucht mehr moderne bilaterale Handelsabkommen, wie es mit CETA gelungen ist. Abschottungstendenzen gilt es entschieden entgegen zu treten. Deshalb unterstützt der Einzelhandel die Bemühungen um weitere Abkommen der EU, z.B. mit Lateinamerika, Australien und Neuseeland. Sie verbessern den Zugang zu anderen Märkten, senken bürokratische Lasten und schaffen Rechtssicherheit, besonders für kleine und mittlere Unternehmen. Von Freihandelsabkommen profitieren nicht nur Einzelhandelsunternehmen, sie kommen auch den Verbrauchern zugute.

„Selbst innerhalb der EU gibt es zunehmend protektionistische nationale Tendenzen, gegen die die Kommission und die Bundesregierung entschlossen vorgehen müssen“, so Sanktjohanser. Handelskritischen und diskriminierenden Wettbewerbs-, Lebensmittel- und anderen Gesetzen, die klar gegen EU-Recht  verstoßen und mit den Grundprinzipien des EU-Binnenmarktes nicht vereinbar sind, müsse ein deutlicher Riegel vorgeschoben werden.